Es ist schon wieder mal ein Weilchen her…
naja, so ist das halt hier in Tansania.
Mir gehts gut. Zurzeit denk ich schon viel an Zuhause. Mein Bruder, meine Schwestern und alle Freunde fehlen mir hier doch gescheit.
Und ich bin irgendwie jetzt schon gespannt, was sich so alles veraendert hat. Und wie gross mein Bruder geworden ist : )
Bald ist schon wieder Mai – die Zeit vergeht irgendwie doch wie im Flug… nurnoch 4 Monate, dann bin ich wieder zurueck in meiner alten Welt.
Hier im meinem kleinen Oertchen Ngara tut sich nicht so viel. Aber dennoch gibt es immer wieder was zu erleben.
Seit Anfang April macht Sr. Nicole Urlaub und ich bin jetzt fuer drei Monate auf mein Kiswahili angewiesen. …weil sie die einzige ist, die hier Englisch kann.
Aber ich lern fleissig weiter und es klappt eigentlich schon ganz gut.
Ostern war schoen. Vergleichbar mit Ostern Zuhause. Aber das besondere bei uns war, dass gleichzeitig noch 11 Kinder vom Center getauft wurden.
Hier ist die Taufe erst, wenn die Kinder schon einbisschen groesser sind. Und um getauft zu werden, muessen alle sogar eine Pruefung bestehen – also einige Gebete auswendig koennen.
War ganz lustig mit den Kids zu lernen : )
An Ostersonntag sind dann auch noch einige Eltern und Taufpaten zur Feier gekommen.
Und… natuerlich… gab es Osternester!
Danke an: meinen Bruder, Papa und Mama, Monne, Gabi Nuss und alle die noch Cappis geschickt haben.
Aus den Muetzen haben wir Osternester gemacht und fuer jeden ein gefaerbtes Ei und einen kleinen Schokohasen reingelegt. Wirklich schee! Und alle haben sich gefreut!
Ende Maerz hat sich noch etwas geaendert. Pelagie und Cecile, die zwei Novizinen aus dem Kongo, die fuer drei Monate bei uns waren, haben ihre Zeit hier bei uns beendet. Dafuer ist aber eine Lehrerin aus Oesterreich gekommen, die einen Monat bei uns mitgeholfen hat.
Es hat mir persoenllich echt gut getan, mit jemandem Deutsch zu sprechen und soviel Unterstuetzung und Spass bei der Arbeit zu haben. Danke Jenny!!
Ach ja… eine etwas schlimmere Mandelentzuendung musste ich vor drei Wochen auch schon mitmachen – war wirklich nicht so angenehm.
Aber zum Arzt bin ich nicht gegangen. Da musste ich die letzten Wochen fast jeden Tag mit einem oder zwei Kindern hin. Und so langsam kann ich diese Dispensary nicht mehr sehn. Wir Europaeer sind halt doch was anderes gewohnt. Geduld muss man mitbringen, aber das wusste ich schon davor. Aber sooooo…viel Geduld - wenn dann die Arzthelferinnen alle gleichzeitig Tee trinken gehen - soooo…viel Geduld hab ich dann doch nicht.
Und als Weisser hat man es eh nicht immer leicht. Man wird von allen Seiten angestarrt, die Eltern sagen zu den Kindern “schau mal, ein Mzungu” (=”ona Mzungu”) und zeigen mit dem Finger auf mich und viele Menschen meinen, sie muessen mir erklaeren, was ich zu tun hab – obwohl ich schon sehr oft da. Es passiert auch oft, dass ich ausgelacht werde, wenn ich nicht alles auf anhieb versteh, was mir die Leute auf Kiswahili sagen.
An das *mit dem Finger auf mich zeigen* und *ausgelacht werden* hab ich mich schon gewoehnt. Aber das teilweise vier bis fuenf Stunden warten, nur fuer einen Malariatest… an das gewoehn ich mich, glaub ich, nie.
Ich kann aber mittlerweile ganz ehrlich sagen… ich hab hier schon viel viel Geduld gelernt : ) man muss einfach Zeit mitbringen, sonst geht hier garnichts.
Man kann alles lernen, man muss es nur wollen.
Ganz liebe Gruesse aus dem schoenen Ngara.
Mimi akukumbukaye
Ene
Mittwoch, 28. April 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare